KIWO: das waren dieses Jahr knapp dreihundert begeisterte und freudestrahlende Kinder, über hundert Jugendliche und junge Erwachsene, welche die Kinderschar in 30 Kleingruppen betreuten und sich oft mit Freude als menschliche Kletterstangen umfunktionieren liessen und dazu ein passioniertes Organisationsteam, bestehend aus Mitarbeitern vier verschiedener Kirchgemeinden und Werke aus Riehen.
Auch diesen Frühling fand die Kinderwoche (kurz KIWO) rund ums Wasserstelzenschulhaus in der Woche nach Ostern statt, ein Tageslager der evangelischen Allianz Riehen-Bettingen für 6-12 Jährige Kinder; dieses Mal unter dem Motto ‚stürmische Zeiten’, welches prima zum wechselhaften Aprilwetter passte...
Die Kinder wurden jeden Morgen mit verschiedenen Spielmöglichkeiten empfangen und nach dem Austoben wechselten sich die zwei Altersgruppen in individuellen Kleingruppen und dem Plenumsprogramm in einem eigens für die KIWO organisierten Festzelt ab.
Im Plenumsprogramm nahm das Theaterteam alle mit in die authentisch dargestellte biblische Geschichte von Simon Petrus, dessen abenteuerlichen Weg zusammen mit Jesus, bis hin zu seinem Verrat und der Versöhnung. Kinder und Mitarbeiter verfolgten gespannt die tollen Inszenierungen und schauspielerischen Einlagen. Einzigartigkeit, Versorgung durch Gott, Treue, Vertrauen, Versagen und neue Chancen waren zentrale Themen, die durch die Plenumsleiter kindgerecht und originell veranschaulicht wurden.
Was natürlich nicht fehlen durfte, war die KIWO-Band, die mit ihren fetzigen Songs und den dazu passenden Bewegungen fast alle Kinder zum Singen und Tanzen brachte.
Ein Highlight war, wie jedes Jahr, der Freitagnachmittag. Die Kinder durften aus einem breit gefächerten Angebot von 23 verschiedenen Workshops wählen, und so manchen Wunsch oder Sehnsucht in Erfüllung gehen lassen. Da vergnügten sich einige Kinder beim Angeln am Rheinufer, erklommen die Steilwand in der Kletterhalle, bauten Lego oder Dampfboote, oder machten schon erste Erfahrungen in Erste Hilfe und bei der Feuerwehr, tobten sich beim Fussball- oder Unihockeyspielen aus, liessen sich in einem Beauty-Workshop verwöhnen, durften Hühner, Bauernhoftiere, Hunde sowie auch Pferde besuchen oder bastelten eine Schatzkiste oder Seife und natürlich noch vieles mehr…
Am Samstag endete die KIWO mit einem unterhaltsamen Programm im Zelt in Anwesenheit zahlreicher Eltern. Beim anschliessenden KIWO-Jahrmarkt konnte man sich verpflegen, die Kinder durften Päckli fischen, Büchsen werfen oder die Hüpfburg erobern. Der Erlös von 2000.- Fr wurde an zwei Unterstützungsprojekte (ein Kinderheim in Indien und das Projekt „warme Füsse“ in Rumänien) gespendet, welche mit einem Informationsstand vertreten waren.
Isabel Rösslein
Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Nun, beim Glücksspiel allenfalls, bei der KIWO jedoch sollte für viele ein Ende gar nicht erst in Sicht kommen. Selbst dann nicht, wenn die ersten ausgelaugten Helfer über Rücken-, Nacken oder sonstige körperliche Beschwerden stöhnen und sich eine Thai-Massage mehr als verdient hätten.
Was ich weiss, ohne ein verstaubtes Sachbuch aus dem Regal zu holen- Kinder bewegen sich liebend gern, möglichst jede freie Sekunde. Kinder klettern ebenfalls aus Leidenschaft, eine Kletterstange ist dafür dann auch nur bedingt notwendig.
Sich aufopfernde, hilfsbereite Helfer gibt es an der KIWO schliesslich wie Sand am Meer, in Hülle und Fülle. Die Frage, wieso man sich, vielleicht nicht immer ganz ohne Zögern, aber stets mit einem strahlenden aber dennoch ahnenden Lächeln auf dem Gesicht zum Klettergerät umfunktionieren lässt, scheint auch völlig überflüssig, man ist schliesslich noch jung und voller Energie! Zumindest dachte man sich das zuvor noch. In dieser eindrücklichen Woche gab es bestimmt dutzende wunderbare Momente, von denen man an dieser Stelle ausschweifend berichten könnte. Ich selbst durfte wieder einmal etliche Male über dieses unbeschwerte, immerzu fröhliche und unbekümmerte Wesen eines Kindes staunen. Wie es Giacomo Leopardi, ein italienischer Dichter, einst vollkommen auf den Punkt brachte: „Die Kinder finden im Nichts das Gesamte, die Erwachsenen im Gesamten das Nichts. Nun, wenn man die zweite Tatsache mal völlig ausser Acht lässt, trifft diese Aussage für mich direkt ins Schwarze. Es benötigt im Grunde so wenig, ein Kind zum Lachen, Tanzen, Singen und Herumspringen zu bewegen. Egal ob dafür ein Klassiker wie das Gummibärchenspiel, eine Witzrunde, ein spontanes Fangspiel oder gar seine eigenen Schultern aushelfen müssen. Man muss letztendlich so wenig geben und erhält so viel zurück. Spätestens dann, wenn die Kinder, die dir im Laufe der Woche richtig fest ans Herz gewachsen sind, dich am letzten Tag herzlich umarmen und schon mit begeisterter Vorfreude von der nächsten KIWO sprechen, spätestens dann weiss man, alles richtig gemacht zu haben. Umso schwerer wird es dann, sich mit dem einen oder anderen eingeübten Handcheck, zu verabschieden. Wie in einem dieser Daumenkinos wiederholen sich dann in einem kurzen Augenblick sämtliche Erlebnisse, an denen man, Dank Gottes Genialität, teilhaben durfte. Vom Singen, Tanzen und Bewegen zu fetzigen Songs, die die Glückshormone nur so sprühen liessen. Von diesen einzigartigen Minuten in den Kleingruppen, in denen selbst das bewegungsfreudigste Kind gebannt den stets weisen Erfahrungsberichten der Leiter lauschte. Von Znünipausen, in denen man sich selbst wieder als Kind fühlen konnte, sogar ein wenig nostalgisch wurde. Von diesen hunderten freudestrahlenden Kindergesichtern, bis hin zu den letztlich zufriedenen und stolzen Mienen der Eltern, denen man ebenso stolz vorgestellt wurde. All das, all diese einzigartigen Eindrücke, all diese guten Erfahrungen durfte man dann noch einmal für einen kurzen Augenblick erleben.
Oli Göhler
In diesem Jahr bieten wir zum ersten Mal auch Workshops für Eltern an. Während die Kinder am Freitag Nachmittag in ihrem Workshop sind, können Eltern parallel dazu einen eigenen Workshop besuchen. Bitte rasch anmelden, denn die Platzzahl ist beschränkt. Aus organisatorischen Gründen können wir keine Kinderbetreuung anbieten für die jüngeren Geschwister, die noch nicht in der KIWO sind.
Wie kann ich zusammen mit meinen Kindern und für meine Kinder in einen Dialog mit Gott treten? Eltern geben ihre Erfahrungen mit verschiedenen Gebetsformen weiter und möchten darüber mit den TeilnehmerInnen ins Gespräch kommen.
Wie bringe ich Kindern die biblischen Geschichten näher? Was können sie verstehen? Wie kann ich sie spannend erzählen? In diesem Workshop werden persönliche Erfahrungen miteinander ausgetauscht.
S’ Grossmami hat Geburtstag, der Onkel heiratet oder es braucht ein Weihnachtsgeschenk für den Götti: Ideen für Geschenke, die Kinder selber herstellen können, für jede Gelegenheit.